Donnerstag, 26. Februar 2015

Nougatparfait



Ach je, ich habe euch noch gar nicht mein Valentinsdessert gezeigt! Ich hatte noch etwas Nougat übrig und daraus ein leckeres Parfait gezaubert. Dazu gab es einen Erdbeere-Orangen-Salat. Ich mag Parfaits unheimlich gerne. Dieses cremige wenn es etwas antaut - mmmmmmh! Aber genug geschwärmt, nun das Rezept für euch: 

Für ca 5 Personen:
- 3 Eigelb
- 150 g Zucker
- 100 ml Wasser
- 1 Prise Salz 
- 1 EL selbstgemachter Vanillezucker
- 100 g hellen Nougat
- 500 ml Sahne 


Aus dem Wasser und Zucker eine Zuckerlösung herstellen und etwas abkühlen lassen. 

Das Nougat über dem Wasserbad schmelzen. Die Sahne steif schlagen. Eigelb, Zuckerlösung, und Salz kräftig aufschlagen bis die Masse weiß und dickflüssig wird. Das Nougat langsam einlaufen lassen und unterrühren. Die Sahne unterziehen. 

Silikonformen mit kaltem Wasser ausspülen und die Masse einfüllen (ihr könnt auch eine Kastenform mit etwas Klarsichtfolie auslegen und da dann die Masse einfüllen) und das ganze mindestens 24 Stunden einfrieren. Vor dem Stürzen kurz in heißes Wasser tauchen. 


Für den Erdbeere-Orangen-Salat
- 2 große Orangen
- 125 g Erdbeeren
- 50 ml frischer Orangensaft
- 2 EL selbstgemachter Vanillezucker

Die Orangen filetieren und in kleine Stücke schneiden. Die Erdbeeren waschen und ebenfalls in klein schneiden. mit dem Orangensaft und dem Vanillezucker mischen und zum Parfait servieren. 

Ihr könnt das Nougat natürlich auch gegen jede beliebige Schokolade austauschen. 

Viele liebe Grüße
Eure Miri 

Dienstag, 24. Februar 2015

Gefüllte Schweinelende vom Grill



Grillen ist ja eigentlich so ein klassisches "Männerding". Auch hier gibt es eine klare Rollenverteilung - der Herr des Hauses steht am Grill und brät und bruzzelt und ich kümmere mich um die Vorbereitung, die Zubereitung, die Beilagen und die Nachbereitung (sprich aufräumen) ;-) Ok, ganz so ist es nicht! Ich habe das Glück ein Exemplar der Gattung Mann erwischt zu haben der freiwillig (ja, das Richtige freiwillig!!) mit Hilft und sich auf für den Abwasch nicht zu schade ist. Aber das nur am Rande :-) 


Da wir beide eigentlich gerne Grillen und er seinen Weber-Grill hegt und pflegt dachte ich mir zu Weihnachten gibt es dazu etwas Zubehör. Neben diversen Hilfsmitteln landete auch das Weber Wintergrillen "Koch"buch unter dem Baum (hier zu finden). Es wurde von uns beiden unter die Lupe genommen und immer wieder durchgeblättert, gelesen, überlegt, diskutiert, entschieden, verworfen und schlussendlich doch die Entscheidung getroffen - wir veranstalten ein Wintergrillen mit der Familie und haben zwei Gerichte ausgewählt. 


Eines davon stelle ich euch hier vor. Vorneweg, ich bin auch immer etwas skeptisch wenn ich Obst in meinen herzhaften Hauptspeisen verwenden soll! Aber probiert es bitte aus. Diese Lende schmeckt einfach nur göttlich!! Zugegeben, es liest sich auch erst sehr aufwändig, allerdings geht die Vor- und Zubereitung dann doch erstaunlich einfach und schnell. 



Gefüllte Schweinelende mit Mandeln, Kompott und Apfelsirup

Für 8 Personen braucht ihr:
- 1,5 kg Schweinelende
- 2 EL körniger Dijon-Senf
- 1 EL Olivenöl 

für den Apfelsirup
- 750 ml frischen Apfelsaft
- 4 EL Apfelessig
- 2 EL brauner Zucker

für den Kompott
- 2 EL Butter
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 EL fein gehackter Knoblauch
- 1 EL fein gehackter Ingwer
- 1/2 TL gemahlener Zimt
- 1/2 TL gemahlener Piment (habe ich weggelassen)
- jeweils 5 EL getrocknete Kirschen, klein geschnittene getrocknete Aprikosen und getrocknete Cranberrys (ich hatte 200 g klein gewürfelte Aprikosen und 150 g frische Cranberrys, Kirschen habe ich weggelassen)
- 4 EL Sultaninen (habe ich weggelassen)
- 3 EL Apfelessig
- 125 ml Hühnerbrühe
- 60 ml frischer Apfelsaft
- 4 EL geröstete Mandelblättchen
- naturreines grobes Meersalz
- frischer gemahlener schwarzer Pfeffer

Den Sirup könnt ihr auch schon am Vortag herstellen und dann zum Servieren nur noch etwas aufwärmen. Dafür in einem mittelgroßem Topf Apfelsaft mit Essig und Zucker verrühren. Das ganze aufkochen lassen und dann ca. 45 Minuten köcheln lassen bis es auf knapp 180 ml sirupartig eingekocht ist. 

Für das Kompott in einer großen beschichteten Pfanne die Butter schmelzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin unter Rühren weich dünsten. Zimt (und Piment) einstreuen und ca 30 Sek. ziehen lassen, bis sie duften. (Kirschen,) Aprikosen und Cranberrys zugeben und 2 Min mitdünsten. Den Essig zugeben und in 30 Sek. verkochen lassen. Brühe und Apfelsaft zugießen und alles 5-6 Minuten köcheln lassen bis die Früchte schön prall sind und ein Großteil der Flüssigkeit verkocht ist. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Mandeln unterrühren und das Kompott mit Salz und Pfeffer abschmecken. 1/4 Std. auskühlen lassen. 

Den Grill für direkte und indirekte starke Hitze (230-290°) vorbereiten. 

Das Fleisch so tief einschneiden, dass es sich wie ein Buch aufklappen lässt (Vorsicht, ihr dürft es natürlich nicht durchschneiden). Mit Frischhaltefolie abdecken und gleichmäßig flach klopfen. Die Folie abziehen und mit Senf bestreichen. Das Kompott auf dem Fleisch verteilen und wieder zusammenklappen, so dass die Lende ihr ursprüngliche Form erhält. Das Fleisch im Abstand von 5 cm quer mit Küchengarn zusammenbinden. Rundherum mit dem Öl einreiben und mit 1/2 TL Salz und 1/4 TL Pfeffer würzen. 

Das Grillrost mit der Bürste säubern. Die Lende über direkter starker Hitze bei geschlossenem Deckel 8-10 Minuten stark anbraten und dabei gelegentlich wenden, bis sie auf der Ober- und Unterseite ein deutliches Grillmuster abgenommen hat. Mit der Fettseite nach oben über indirekter starker Hitze bei geschlossenem Deckel 30-40 Minuten weitergrillen, bis das Fleischthermometer eine Kerntemperatur von 60-63° C anzeigt. Vom Grill auf ein Schneidbrett heben, locker in Alufolie einschlagen und in der Küche ca 10 Minuten nachziehen lassen (die Kerntemperatur erhöht sich dabei um 2.5°C). Quer in Scheiben schneiden und mit etwas Apfelsirup beträufelt warm servieren. 

Den restlich Apfelsirup dazu reichen. Wir fanden dazu reicht Baguette oder ein Salat vollkommen aus. Falls jemand doch eine warme Beilage möchte würde sich Reis anbieten. 



Ursprünglich hatte ich sogar zwei Lendchen gekauft, dann aber doch eines in den TK gepackt. Das hat uns dann wirklich geärgert. Es blieb nicht ein Krümel von dem leckeren Lendchen übrig, und ein zweites hätte mit Sicherheit auch nicht überlebt :-) 

Noch ein Wort zum Kochbuch: 
Das Buch ist sehr gut aufgebaut. Am Anfang findet sich erst eine kurze Übersicht zu Grundsätzen oder Tipps für das Wintergrillen. Daran schließen sich verschiedene Rezeptkategorien an. Von Suppen bis hin zu Desserts findet man alles mit klassischen (und auch etwas außergewöhnlichen) Wintergerichten. Bei jedem Rezept gibt es noch Hinweise über die Grillart und welches Zubehör man benötigt. Alles ist sehr detailliert und mit exakten Zeitangaben beschrieben. Natürlich muss man sich die Rezepte vor der Zubereitung genau durchlesen und hier schon viel vorarbeit machen. Wenn alle Zutaten geschnitten und abgemessen dastehen sind die Rezepte gelingsicher und vor allem lecker!!! 

Liebe Grüße
Eure Miri

Donnerstag, 19. Februar 2015

Haselnuss-Butter von Annabel Langbein



Vor einiger Zeit bin ich auf eine mir bis dahin unbekannte Kochsendung gestoßen - Natürlich kochen von der Neuseeländerin Annabel Langbein (hier zur offiziellen Webseite). Schon nach wenigen Minuten war ich wirklich gebannt und begeistert. Sie arbeitet mit wenigen und vor allem einfachen Zutaten die man zum Großteil zu Hause hat oder aber überall kaufen kann. 



In einer dieser Sendungen hat sie diese leckere Haselnuss-Butter zubereitet. Ich habe sie heute nachgemacht da ich am Wochenende ein Dessert damit verfeinern werde. Sie ist schnell gemacht und echt lecker. Ich bin gespannt wie sie sich im Nachtisch einfügt :-) 

Ihr braucht dafür:
- 3 Tassen Haselnusskerne
- 1/2 TL Salz 
- 200 ml Öl

Die Haselnusskerne auf einem Backblech im vorgeheiztem Ofen bei 180° ca 15 Minuten rösten. Anschließend auf ein Küchentuch geben und kräftig reiben. Dabei wird die Nusshaut entfernt, sie kann das ganze sonst bitter machen. Die Nüsse nun in die Küchenmaschine geben und zerkleinern. Während die Maschine läuft das Salz und Öl dazugeben. Je nachdem wie fein ihr das ganze wollt die Nüsse zermalen lassen. Das ganze dann in ein Glas geben und im Kühlschrank aufbewahren. Es hält sich ca zwei Wochen. 



Ihr könnt das ganze nicht nur mit Haselnüssen sondern auch mit allen anderen Nusssorten zubereiten. Verwendbar zum verfeinern/zubereiten von Desserts, im Kuchen, Tortenfüllungen etc. 



Die meisten Rezepte von Annabel Langbein werden in Tassen angegeben und sind auf Englisch im Netz verfügbar. Bei Amazon ist ein deutsches Kochbuch erhältlich. Es steht schon auf meinem Wunschzettel :-)

Viel Spaß beim ausprobieren
Eure Miri

Dienstag, 17. Februar 2015

Helau und Alaaf

  
Gestern war im Kiga Faschingsfeier angesagt. Leider hat Junior am Sonntag Abend wieder Fieber bekommen und liegt seitdem flach :-( Nun, die Muffins und die Pizzalollies waren fertig und ich hatte mich ja in die Listen eingetragen. Also musste das Essen dann ohne Zwerg in den Kindergarten zur Feier. 


Für die Pizzalollies habe ich dieses Rezept für den Teig und die Tomatensoße verwendet (für ca 12 Stück habe ich die halbe Menge gemacht) Gewünscht waren vegetarische Minipizzen, weswegen ich nur noch kleingeschnittene Tomaten und geriebenen Mozzarella dazugegegen habe.


Den Teig einfach auf einer leichte bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen und mit Soße und den Zutaten belegen. Rollt ihn dann fest zusammen und schneidet ca 1 cm breite Stücke ab. Auf ein Blech legen und dann im vorgeheiztem Ofen bei 200° ca 15-20 Minuten backen. Nach dem auskühlen auf Lollistiele stecken und ab auf den Tisch :-) Ihr solltet hierfür nicht zuviele Zutaten nehmen und alles sehr klein schneiden damit es beim backen die Form behält. Macht sich natürlich nicht zur zu Fasching sondern auch bei Kindergeburtstagen oder Fingerfoodpartys gut.




Für die Muffins habe ich wieder auf meinen bewährten Vanilleteig zurückgegriffen. Verfeinert wurde das ganze noch mit 200 g Schokoladennikolaus ;-) 




Für die Deko habe ich verschiedene Fondantaufleger angefertigt und auch einige einfach mit Zuckerperlen dekoriert. 



Kunterbunt und süß - das dürfte das richtige für Kids sein. Ich hoffe mal die Kinder hatten ihren Spaß. Zwei Muffins habe ich übrigens für Junior daheim behalten ;-)

liebe Grüße
Eure Miri 


Samstag, 14. Februar 2015

Love is in the air - Valentinstag

Der 14. Februar - der Tag der Liebe. Leider hat uns in diesem Jahr kurz vorher die Grippewelle niedergestreckt. Da ich aber für meinen Schatz auf jedenfall ein Törtchen machen wollte habe ich - Puderzucker auf mein Haupt - zumindest bei der Füllung auf ein Fertigprodukt zurückgegriffen. 

Entstanden ist ein Schokotraum: die Böden sind aus Schoko-Rührkuchen (auf einem Blech gebacken und dann vier kleine Kreise ausgeschnitten) und die Füllung besteht aus Dr. Oetker weiße Schokocreme. On Top Schokoglasur und Herzdekor. 


  
Ich habe einen super schönen Blumenstrauß und ein Backabo von Dr. Oetker geschenkt bekommen :-) Ja, mein Schatz unterstützt mein süßes Hobby


Natürlich ist es wichtig, dass man sich jeden Tag zeigt/sagt das man sich liebt, trotzdem freut man sich wenn es an Valentin eine kleine Aufmerksamkeit gibt ;-)  Ich hoffe ihr hattet einen liebevollen und schönen Valentinstag. 

Liebe Grüße
Eure Miri

Sonntag, 8. Februar 2015

Orangen - Kokos - Guglhupf



Vor ein paar Tagen stöberte ich wieder durch eine Backzeitung und hab diesen leckeren Gugelhupf entdeckt. Gerade die Komination Orange und Kokos fand ich sehr spannend, dazu gepaart mit Grieß hatte es mein Interesse geweckt. Also habe ich das Wochenende genutzt und diesen leckeren Kuchen einfach mal getestet. Durch das tränken mit Orangensaft ist er super saftig und bleibt auch einige Tage frisch und lecker. Die Idee für die Siruporangen ist aus der aktuellen Lecker Backery. Nehmt dafür bitte unbedingt eine Bioorange, damit ihr die Schale unbedenklich mit essen könnt. 

Der Kuchen wird definitiv einen Platz in meinen Lieblingsrezepten bekommen :-) Und hier das Rezept dafür:



Ihr braucht für eine Guglhupfform ( ca. 2,6l Inhalt)
- 240 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 EL selbstgemachter Vanillezucker

- 6 Eier
- 225 ml Öl
- 200 g Creme fraiche
- 1 EL saure Sahne
- 1 Pck. abgeriebene Orangenschale
- 50 ml Orangensaft
- 130 g Mehl
- 280 g Weichweizengrieß
- 70 g Kokosraspeln
- 1 Pck. Backpulver

- 50 ml + 2 EL Orangensaft
- 100 g Puderzucker

Für die Siruporangen
- 1 Bioorange
- 2 EL Zucker
- 50 ml Orangensaft



Den Backofen auf 175 Grad Heißluft vorheizen. Die Gugelhupfform fetten und mit Mehl ausstäuben.

Zucker, Salz, Vanillezucker und Eier dickcremig aufschlagen. Öl langsam einlaufen lassen, Creme fraiche und saure Sahne dazugeben. Den Orangensaft und Orangenabrieb dazugeben. Mehl, Grieß, Kokosraspeln und Backpulver mischen und zu der Eismasse geben und gut unterheben. Den Teig in die Form füllen und ca 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und ca 20 Minuten auskühlen lassen. Stürzen, zurück in die Form geben und mit einem Schaschlikspieß mehrmals einstechen. Ca 50 ml Orangensaft über den Kuchen laufen lassen und dann vollständig in der Form auskühlen lassen.

Für die Siruporangen die Bioorange heiß waschen und halbierten. Die Hälften in ganz dünne Scheiben schneiden. Den Zucker mit dem Saft verrühren und in einem Topf kurz aufkochen lassen. Orangenscheiben dazugeben und ca 10 Minuten köcheln lassen. Die Orangen aus dem Topf nehmen, abtropfen und auskühlen lassen.

Den Kuchen auf eine Platte stellen. Aus dem Puderzucker und 2 EL Orangensaft einen dicken Guss anrühren und über den Kuchen geben. Die Siruporangen darauf verteilen.





Viel Spaß beim ausprobieren! Berichtet mal wie euch der Kuchen schmeckt :-)


Liebe Grüße
Miri

Mittwoch, 4. Februar 2015

Blitz - Brot



Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht über Brot gelesen. Mittlerweile gibt es leider nicht mehr viele herkömmliche Bäcker, die auch wirklich früh in der Backstube stehen und ihre Produkte mischen, kneten, backen etc. In den meisten Firmen sind wohl Backmischungen und Fertigprodukte eingezogen die nur noch hochgebacken werden. In den meisten Supermärkten gibt es auch Backautomaten die uns "frisches Brot" zu fast jeder Tageszeit backen. Doch wenn man mal näher hinschaut ist es leider nicht mehr sehr lecker was sich so alles im Brot verbirgt. 
Deswegen habe ich mich durch diverse Rezepte gelesen und beschlossen unser Brot wieder selbst zu backen. Es geht schnell, ist günstig und vor allem weiß ich genau was wir zu uns nehmen. 

Heute zeige ich euch ein super leckeres und schnelles Blitz-Brot. Das Rezept habe ich von einer lieben Bekannten bekommen. Ihr könnt es wunderbar abwandeln und so immer wieder den Geschmack verändern. 




Ihr braucht dafür: 

- 1 Würfel Frischhefe oder 2 Pck. Trockenhefe
- 500 ml lauwarmes Wasser
- 2 TL Salz
- 2 EL Apfelessig
- 500 g Mehl 
  (ihr könnt hier hier mischen wie ihr wollt. Ich habe bei diesem 400 g               Dinkelmehl und 100 g Mehl genommen)
- 240 g Körner und Samen 
  (ich hatte 80g Leinsamen, 80g Sesam, 80g Sonnenblumenkerne)


Eine Brotform (z.B. von der Fa. Birkmann) einfetten und mit Mehl ausstäuben (ihr könnt auch etwas Sonnenblumenkerne mit einstreuen). Die Hefe mit dem Salz in das lauwarme Wasser geben und auflösen. Das Mehl und die Körner in eine Schüssel geben und mischen. Die aufgelöste Hefe/Wassermischung sowie den Apfelessig dazugeben. Gut zu einem glatten Teig verkneten. Jetzt den Teig in die Brotform geben (nicht erschrecken, der Teig ist sehr pappig :-) ) Dieses Brot muss nicht gehen! Ihr gebt den Teig sofot in den Ofen und stellt ihn auf 180° Heißluft. Eine Schüssel mit Wasser neben die Form stellen damit ihr eine schöne Kruste erhaltet. 
Das Brot nun 1 Stunde backen lassen. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.

Ich werde euch immer wieder neue Varianten hier vorstellen :-) Viel Spaß beim ausprobieren und lasst es euch schmecken 




liebe Grüße
Miri


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Edit

Auch dieses Brot ist schon mit der tollen italienischen Mutterhefe gebacken worden. Dazu 1/4 Würfel frische Hefe verwenden und 30 g kühlschrankkalte Liv dazugeben. Ansonsten wie gewohnt backen. 

Sonntag, 1. Februar 2015

Wie mache ich eine Motivtorte???

Auf meiner FB-Seite habe ich vor längerem schon eine Notiz zu diesem Thema gespeichert. Da immer wieder Fragen auftauchen was und wie man eine Fondanttorte am besten herstellt habe ich versucht hier alles wichtige zusammen zu fassen. Ich spreche hier natürlich nur von meiner persönlichen Erfahrung und wie ich das ganze mache. Es gibt sicherlich viele andere, vielleicht auch bessere Möglichkeiten. Erklären kann ich euch aber nur was ich auch selbst mache :-)

Am Anfang steht die Idee....

Als erstes müsst ihr euch natürlich überlegen wie eure Torte aussehen soll. Für welchen Anlass und für welche Person ist sie gedacht. Neben zeitlosen Torten wie z.B. mit Blumenranken, kann man auch gut die Hobbys oder Vorlieben des Beschenkten mit einbauen. Befragt einfach Google oder Pinterest zu eurem Thema und holt euch da einige Anregungen und Ideen. Sobald ihr wisst wie eure Torte ungefähr aussehen soll kann es auch schon losgehen.

Die Dekoration

Eure Dekoelemente aus Blütenpaste und/oder Modellierfondant könnt ihr schon Tage/Wochen vorher herstellen. Das erspart euch beim Eindecken eurer Torte natürlich einiges an Zeit und Stress.

Blütenpaste nimmt man für filigrane Arbeiten. Natürlich Blüten und Blätter, aber auch feine Elemente wie Schmetterlinge etc. Ich nehme auch zum Ausstechen von Buchstaben nur Blütenpaste. Eine kleine Anleitung wie man die gängigen Ausstecher am besten nutzt findet ihr hier

Mit Fondant könnt ihr zwar auch einfache Sachen ausstechen, allerdings erhaltet ihr nicht die Feinheit wie mit Blütenpaste.Auch Blumen sehen eher „klobig“ aus und erhalten keinen natürlichen Eindruck. Blütenpaste kann man viel dünner ausrollen als Fondant und besser bearbeiten. Sie härtet relativ schnell aus, deswegen die Reste am besten immer in Frischhaltefolie einwickeln.

Blütenpaste habe ich noch nie gekauft, sondern schon immer nach einem Rezept der Tortentante selbst hergestellt. Das Rezept findet ihr hier


Hier die Herstellung von Blütenpaste 

Der Umgang mit den Buchstabenausstechern 

Modellierfondant nimmt man, wie der Name schon verrät, zum modellieren von Figuren etc. Den könnt ihr euch ganz einfach selbst herstellen. Als Richtwert sagt man auf 500 g Rollfondant 1 gestrichenen TL CMC. Das ganze muss dann mindestens 12 Stunden ruhen da CMC ein Bindemittel ist, dass quellen muss. Manche nehmen auch etwas weniger Rollfondant, umso weniger Fondant ihr nehmt umso schneller härtet das ganze später aus. Mit welcher Mischung ihr am besten klar kommt müsst ihr einfach austesten. Eine andere Alternative ist Blütenpaste und Rollfondant im Verhältnis 50:50 zu verkneten. Rollfondant selbst wird zwar wenner länger an der Luft liegt ebenfalls fest, allerdings dauert das viel zu lange um damit zu modellieren. Eure Figuren würden immer wieder zusammenfallen und nicht schnell genug aushärten.

Also Kurzzusammenfassung:
Rollfondant – zum Eindecken der Torte und für gröbere, flach aufliegende Sachen (z.B Bänder um die Torte als Randabschluss oder Tortenaufleger)
Modellierfondant – zum modellieren von Figuren, Gegenständen etc
Blütenpaste – für Blumen, Blätter und alle filigranen Gegenstände z. B. Buchstaben, Schmetterlinge


Der richtige Fondant
Ich persönlich arbeite nur mit Gelatinefondant. Als Anfänger würde ich euch empfehlen einen guten Fondant zu kaufen. Hier habe ich gute Erfahrungen mit Callebaut (erhältlich über Amazon) oder dem Premium Fondant von Pati-Versand gemacht. Beide lassen sich sehr gut verarbeiten. Ich greife auch noch ab und an auf gekauften Fondant zurück. Meistens kaufe ich bei Pati-Versand ein. Diesen bekommt man bereits eingefärbt. Gerade schwarz und rot färbe ich nicht selbst. Ihr bekommt damit erst einmal ein Gefühl wie die Konsistenz von Fondant sein sollte um gut damit zu arbeiten. Zum selbst herstellen von Fondant findet ihr hier das Rezept.

Hier die Herstellung von Gelatine-Fondant



Man spricht im Allgemeinen von der 3-Tages-Regel bei der Herstellung von Motivtorten
1. Tag --> Kuchen backen, Füllung vorbereiten und Kuchen füllen, kühl stellen und Füllung durchziehen bzw fest werden lassen. Ganache herstellen.
2. Tag --> Kuchen einstreichen, eindecken und dekorieren
3. Tag --> Kuchen genießen :-)

Ich mach das selten an drei Tagen. Meistens backe ich früh und fülle nach dem Auskühlen. Abends ist das ganze dann fest und ich kann die Torte mit Ganache einstreichen, kurz kühl stellen, eindecken und dekorieren. Oder ich backe abends die Böden und starte dann am nächsten Tag früh mit der Füllung etc. Nur die Ganache mache ich in der Regel am Abend vorher schon fertig.


Und was kommt unter die tolle Deko?
Ihr könnt jederzeit eine Motivtorte mit derLieblingsfüllung des Beschenkten anfertigen. Wichtig ist nur, dass der Fondant nicht mit der feuchten Füllung (Sahne etc) in Berührung kommt. Als Grundlage eignet sich ein Wunderkuchen, da er durch diverse Flüssigkeitszugaben gut mit der Geschmacksrichtung der Füllung abgestimmt werden kann. Zusätzlich ist der Wunderkuchen relativ stabil und kann gut in Form geschnitten werden. Er bröselt nicht so stark wie Biskuit und gerade für mehrstöckige Torten ist er durch seine Stabilität als unterste Etage gut geeignet.
Aber natürlich könnt ihr auch einen Biskuitboden machen
Damit die Füllung nicht mit dem Fondant in Berührung kommt macht ihr einfach einen "Sicherheitsring" aus Teig herum.


Hier seht ihr eine Möglichkeit wie ihr den Fondant vor der Sahnefüllung schützen könnt. 

Hier seht ihr eine Möglichkeit wie ihr den Fondant vor der Sahnefüllung schützen könnt.

Bevor ich die Torte fülle setzte ich sie auf eine passend zugeschnittene Leichtschaumplatte (www.architekturbedarf.de). Das hat den Vorteil, dass ich sie später relativ sicher und einfach transportieren kann (vom Kühlschrank zurArbeitsplatte etc). Einfach die Platte etwas mit Nutella einstreichen und den Boden darauf setzen. Dann wie gewünscht und gewohnt weiter füllen.

Bevor nun der Fondant auf die Torte kommt muss der Untergrund vorbereitet werden. Das heißt, er muss möglichst glatt sein und der Fondant daran haften können. Dazu gibt es eigentlich drei Möglichkeiten:
1. mit Ganache
2. mit Buttercreme
3. mit Nutella

Hier seht ihr eine Torte mit Ganache eingestrichen kurz bevor sie eingedeckt wird. 
Hier seht ihr eine Torte mit Ganache eingestrichen kurz bevor sie eingedeckt wird.

Ich persönlich arbeite ausschliesslich mit Ganache. Nicht jede Buttercreme ist auch für eine Decke aus Fondant geeignet. Die klassischen mit Butter und Pudding sind oft zu „feucht“ was dazuführt das sich eure schöne Deko verabschiedet und durchweicht. Ja, ich weiß, es gibt immer wieder Leute bei denen es geklappt hat. Aber es gibt mindestens doppelt so viele bei denen es schief ging! Deswegen würde ich so etwas nie raten! Buttercreme die fondanttauglich ist besteht oft aus Butter und Puderzucker, ggf noch ein paarAromen dazu. Es gibt sicherlich auch einige die lecker sind, oder viele Menschen die das gerne essen. Ich leider nicht. Und da ich bei meinen Torten kein Risiko eingehe, habe ich mich für Ganache entschieden. Nutella würde im Notfall auch gehen, allerdings macht das die Torte schon sehr süß. In machen Gruppen/Foren wird auch Marmelade geraten. Würde ich persönlich nicht machen. Die immer enthaltene Fruchtsäure kann ebenfalls den Fondant angreifen. Auch hier gilt, bei manchen geht es gut, anderen läuft die Torte davon. Ich persönlich würde wahrscheinlich einen Nervenzusammenbruch erleiden wenn sich meine Torte durch irgendwelche Versuche auflöst :-)


Zum Einstreichen und Eindecken eignet sich ein großer Drehteller (gibt es günstig bei einem großen schwedischen Möbelhaus)


Nachdem der Untergrund vorbereitet ist kann das Eindecken starten. Knetet den Fondant mit leicht eingefetteten Händen (Palmin soft) schön geschmeidig. Ich rolle ihn auf der ganz normalen Arbeitsplatte aus. Diese wird vorher leicht eingefettet und mit Puderzucker abgestäubt. Ich benutze auch mein Standart Nudelholz dazu :-)Jetzt heißt es rollen, rollen, rollen…. Ich dreh den Fondant dabei auch immer wieder, so verhindere ich ein ankleben. Rollt ihn ein ganzes Stück größer aus, als eure Torte eigentlich ist. Damit habt ihr etwas Sicherheit und das Eindecken geht einfacher. Ich lege dann das Nudelholz ca in die Mitte des ausgerollten Fondant und schlage die eine Hälfte darüber. So kann ich ihn gut anheben und auf der Torte platzieren. Nun streicht ihr erst oben etwas glatt und fest und dann kommen die Seiten dran. Fangt am besten mit der körperfernen Seite an, also quasi hinten an der Torte wenn ihr davor steht. Den Fondant vorsichtig von der Torte wegziehen und von der Oberseite nach unten fest streichen. Den Teller langsam drehen und Stück für Stück so um die Torte herumarbeiten. Wenn Falten entstehen wieder vorsichtig unten wegziehen und von oben nach unten streichen. Sobald ihr zufrieden seid könnt ihr erste einmal mit einem Pizzaroller grob den überschüssigen Fondant wegschneiden. Jetzt nehmt ihr euren Fondantglätter (die kosten nicht viel und erleichtern das ganze wirklichsehr!) und streicht damit die Seiten fest. Zum Schluss wird noch die Oberflächemit dem Glätter bearbeitet. Jetzt schön gerade mit dem Pizzaroller, Messer,Skalpell etc unten den Rand abschneiden.


Hier einige Bilder vom Eindecken einer Torte 

Hier einige Bilder vom Eindecken einer Torte

Nun könnt ihr mit der Dekoration eurer Torte starten. Zum Befestigen der einzelnen Teile könnt ihr Zuckerkleber oder Royal Icing verwenden.

Entweder stellt ihr die Torte nun auf eine schöne Tortenplatte oder ihr macht passend zu der Torte ein Cakeboard. Ich habe mir von meinem Schwager einige Holzplatten machen lassen. Der Vorteil ist, sie passen perfekt in meine Tortentransportboxen. Die Platten werden punktuell dünn mit Zuckerkleber eingestrichen und mit Fondant eingedeckt. Um den Rand einfarblich passendes Satinband, Torte drauf, fertig. Ihr könnt auch aus stabilem Karton einen passenden Untergrund basteln. Mit Geschenkpapier und anschließend Geschenkfolie (wichtig, sonst weicht das Papier und die Pappe auf) überzogen kann man das auch gut auf das Design der Torte abstimmen.


Hier seht ihr die Holzplatten welche ich als Tortenplatten nutze 

Hier seht ihr die Holzplatten, welche ich als Tortenplatten nutze

Die fertige Torte darf natürlich in den Kühlschrank gestellt werden. Allerdings bitte nicht abdecken, da sich in der Haube immer Kondenswasser bildet das auf die Torte tropfen kann. Ist eure Kühlschrank sehr„feucht“ empfiehlt es sich ein Schälchen mit Salz neben die Torte zu stellen. Und natürlich im Idealfall Käse, Lauchzwiebeln etc aus dem Kühlschrank entfernen… Sonst könnte die Torte den Geschmack annehmen :-)


So, ich hoffe ich konnte euch etwas weiterhelfen. Wie gesagt, das sind meine persönlichen Erfahrungen bzw. meine Arbeitsschritte. Fragen natürlich jederzeit willkommen :-)

Liebe Grüße
Miri